Entscheidung des Schiedsgerichtshofs für Sport zu Kamila Valieva

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Tribunal Arbitral du Sport வாக Court of Arbitration for Sport 2) Basierend auf den sehr begrenzten Fakten dieses Falls und nach Prüfung der relevanten Rechtsfragen entschied es, dass dem Athleten aufgrund der folgenden außergewöhnlichen Umstände keine vorläufige Suspendierung auferlegt werden sollte: a) Der Athlet ist eine „geschützte Person“ gemäß dem Welt-Anti-Doping-Code (WADC); b) Die RUSADA- und WADC-Anti-Doping-Regeln schweigen in Bezug auf die gegen geschützte Personen verhängte vorläufige Suspendierung, während diese Regeln spezifische Bestimmungen für unterschiedliche Beweisstandards und für niedrigere Sanktionen im Fall geschützter Personen enthalten; (c) Die Jury berücksichtigte die Grundprinzipien der Fairness, Verhältnismäßigkeit, des irreparablen Schadens und des relativen Interessenausgleichs zwischen den Bewerbern und dem Athleten, der bei den Olympischen Spielen in Peking kein positives Ergebnis erzielte und nach wie vor Gegenstand eines materiellen Disziplinarverfahrens ist positive Dopingkontrolle im Dezember 2021 durchgeführt; insbesondere war das Gremium der Ansicht, dass die Verhinderung des Athleten von der Teilnahme an den Olympischen Spielen ihm unter diesen Umständen irreparablen Schaden zufügen würde; d) Das CAS-Gremium wies auch darauf hin, dass es ernsthafte Probleme mit der vorzeitigen Benachrichtigung der Ergebnisse der Dopingkontrolle des Athleten gab, die im Dezember 2021 durchgeführt wurde, was die Fähigkeit des Athleten beeinträchtigte, bestimmte gesetzliche Anforderungen zu seinem Vorteil festzulegen, wenn solche Die verspätete Benachrichtigung war nicht seine Schuld, mitten in den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking.3) Abschließend entschied das Gremium, dass es angemessen sei, die Aufhebung der vorläufigen Suspendierung zuzulassen. Die Ad-hoc-Abteilung des CAS wurde gebeten, die enge Frage zu entscheiden, ob eine vorläufige Suspendierung gegen den Athleten verhängt werden sollte. Es wurde weder um eine Entscheidung in der Sache noch um die Prüfung der mit den Ergebnissen des Mannschaftswettbewerbs im Eiskunstlauf verbundenen Rechtsfolgen ersucht, da diese Fragen in anderen Verfahren zu prüfen sind. Für weitere Informationen über CAS-Aktivitäten und -Verfahren im Allgemeinen wenden Sie sich bitte entweder an Herrn Matthieu Reeb, CAS-Generaldirektor, oder an Frau Katy Hogg, Kommunikationsbeauftragte. Château de Béthusy, Avenue de Beaumont 2, 1012 Lausanne, Schweiz. [email protected]; Tel: (41 21) 613 50 00; Fax: (41 21) 613 50 01, oder konsultieren Sie die CAS-Website: www.tas-cas.org