Das Reisen mit einer chronischen Krankheit erfordert Geduld und eine gute Planung

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Als ich jünger war, zog meine Familie viel um. Aufgrund ihres Regierungsjobs verbrachte ich auch viel Zeit damit, mit meiner Mutter durch die Philippinen zu reisen. Besonders gerne ging ich an den Strand, sei es zum Schwimmen oder um einfach nur dem beruhigenden Rauschen der Wellen zu lauschen, die gegen die Küste schlagen. Ich habe die Häuser von Fischern besucht, bin auf hoher See gesegelt, bin Bergwanderungen gefolgt und habe Ausflüge in abgelegene ländliche Gebiete genossen.

Gelegentlich fuhren meine Eltern und ich auch mit anderen Familienmitgliedern in den Familienurlaub und erkundeten Sehenswürdigkeiten, die wir noch nie zuvor gesehen hatten. Unsere Erinnerungen an diese Reisen belegten oft mehrere Filmrollen und füllten Dutzende Seiten von Fotoalben, die ich bis heute liebevoll durchblättere. Ich habe eine ganze Kiste mit Reisealben auf dem Dachboden meines jetzigen Hauses. Auch ohne die Fotos anzusehen, erinnere ich mich noch, wie ich mich in diesen Momenten gefühlt habe: leicht, stressfrei und unbeschwert.

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Aber als ich älter wurde, wurde mir klar, dass Urlaub nicht so einfach ist, wie eine Tasche zu packen und zu einem fernen Berg zu rennen, wann immer ich Lust dazu habe. Hinter jeder erfolgreichen Reise stecken viele Verantwortlichkeiten, von der Planung über die Budgetierung bis hin zur Vorbereitung auf mögliche Notfälle.

Und mit einer chronischen Krankheit im Bild – mein Mann Jared hat Hämophilie und Anfallsleiden, und ich habe eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung und eine bipolare Störung – ist die Entscheidung, in den Urlaub zu fahren, nicht einfach.

Obwohl Jared und ich viele spontane Ausflüge zu nahe gelegenen Orten unternommen und die Erfahrung genossen haben, ist das Reisen in eine entfernte Provinz eine ganz andere Geschichte. Wir können nicht einfach impulsiv alles fallen lassen und uns auf eine Fernreise begeben. Wir müssen zuerst unser Budget berücksichtigen und dann an die Sicherheit denken.

Einige Fragen, die wir beantworten müssen: Ist die Reise lang genug, dass wir beide mehr Medikamente brauchen? Müssen wir Zwischenstopps einlegen, damit Jared seinen Rücken auf einer langen Fahrt nicht belastet? Wenn er verletzt wird, haben wir Geld für den Fall, dass er ins Krankenhaus gebracht werden muss? Oder haben wir wenigstens eine Versicherung? Können wir schnell andere Personen kontaktieren, die uns helfen können?

Die Realität chronischer Krankheiten ist, dass unsere Grundausgaben tendenziell höher sind als bei Menschen ohne Gesundheitsprobleme. Wir müssen zuerst für das Notwendigste wie Lebensmittel, Medikamente und den täglichen Transport einplanen. Erst dann können wir an andere Ausgaben wie Urlaub denken.

Als psychisch kranker Mensch erkenne ich jedoch an, dass ich brauchen Möglichkeiten zum Entspannen und Erholen. Jareds körperliche Verfassung kann auch psychisch belastend sein und er braucht auch mal eine Pause. Außerdem haben wir eine kleine Tochter und sie braucht die Gewissheit, dass das Leben trotz unserer körperlichen und psychischen Probleme in Ordnung sein wird. Feiertage dienen alsGlück Ankerfür Kinder, die die schönsten Erinnerungen an die gemeinsame Zeit als Familie widerspiegeln. Diese können in den dunkelsten Zeiten Erleichterung und Erholung bringen.

Früher dachte ich, dass materielle Dinge die Leere in meinem Kopf füllen und meine Ängste lindern würden. Aber es stellt sich heraus, dass materielle Dinge dazu neigen, schnell zu altern, wenn wir uns daran gewöhnen, sie zu haben. Mit der Zeit werden sie uninteressanter. Erfahrungen, hingegen hinterlassen einen bleibenden Eindruck in unseren Köpfen. Positive Erfahrungen können sogar unseren psychischen Zustand dauerhaft zum Besseren verändern.

Urlaube können zwar teuer und schwer zu planen sein und ihre unmittelbaren Opportunitätskosten können offensichtlich sein, aber es gibt Vorteile, wenn man sie nimmt, selbst wenn es nur ab und zu ist. Ein kürzlicher Familienurlaub am Strand erinnerte mich daran. Zuerst war ich besorgt, aber als wir dort waren, den endlosen Horizont anstarrten und den Meeresschaum an unseren Zehen kitzelten, wurde mir klar, dass es sich gelohnt hatte.

Das Leben ist ein Balanceakt, besonders bei chronischen Erkrankungen. Wir müssen unsere Grundbedürfnisse befriedigen und gleichzeitig unser menschliches Bedürfnis nach Erholung und Ruhe anerkennen.


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